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Der Leseherbst ist gerettet, denn meine Suche nach ungewöhnlichen und spannenden neuen Sachbüchern war erfolgreich! In meiner Serie Vorfreuden für Leseratten stelle ich Euch die besten Funde des kommenden Herbstes knapp vor. Ich starte mit Büchern aus der Astronomie, denn ich bin

Im Banne des Universums

...weiterlesen "Vorfreuden für Leseratten I Herbst 2017"

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Der Astrophysiker Stephen Hawking ist weltberühmt, nicht nur wegen seiner brillanten Ideen zur Kosmologie und Physik, seiner populärwissenschaftlichen Bestseller wie Eine kurze Geschichte der Zeit oder Das Universum in der Nussschale, sondern auch wegen seines persönlichen Schicksals. Mit Anfang 20 wurde bei ihm die Nervenerkrankung ALS diagnostiziert, verbunden mit einer Lebenserwartung von maximal zwei Jahren. Doch Stephen Hawking lebt nun schon seit über 50 Jahren mit dieser schweren Krankheit. Er ist pflegebedürftig, sitzt im Rollstuhl und kann sich seit 1985 nur noch mittels eines Sprachcomputers verständigen. In seiner 2013 erschienenen Autobiografie Meine kurze Geschichte, die ich hier im Blog vorgestellt habe, blickt er dennoch auf ein erfülltes Leben als Wissenschaftler und Privatmensch zurück, immer noch aktiv in der Spitzenforschung, zweimal verheiratet, Vater von drei Kindern, mit vielen Vortragsreisen und sogar der Teilnahme an Parabelflügen, bei denen Schwerelosigkeit simuliert wird. Mit seinem Lebensmut und seinen wissenschaftlichen Leistungen ist er vielen ein Vorbild.

Anlässlich seines 75. Geburtstags am 8. Januar 2017 sind drei neue Bücher erschienen, die alle für Einsteiger geeignet sind:

...weiterlesen "Buchtipps zu Hawkings Geburtstag"

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Witzige Bildungsreise durch das Universum

Cover Büker Auf Saturn
© Ullstein

Ich bin zurück von einem unterhaltsamen Trip durch unser Sonnensystem, die Milchstraße und entfernte Galaxien. Mein Reiseleiter Michael Büker ist von Beruf Astroteilchenphysiker und Wissenschaftsjournalist, außerdem erfolgreicher Science Slammer - beste Voraussetzungen für eine kurzweilige Bildungsreise per Raumschiff durch unser Universum. Ich war noch niemals auf Saturn, so lautet das Motto dieser Reise, von der ich einige meiner Highlights vorstelle.
Als Ausrüstung empfiehlt unser Guide einen Raumanzug, eine Schutzbrille, Tee, Kekse und natürlich genug Lektüre für die lange Reise. Und schon geht es los.

Die unmittelbare Umgebung - unser Sonnensystem

Zunächst führt uns Michael Büker durch unser Sonnensystem. Wir erkunden alle Planeten und ihre Monde, rauschen gefahrlos durch den Asteroidengürtel und später bis an die schwer definierbare Grenze. Dabei erfahren wir erstaunliche Details über die Raumfahrt und die vielen Sonden, die schon vor uns dort gewesen sind.
Auf dem Mars, unserem von Temperaturschwankungen und heftigen Stürmen geplagten Nachbarplaneten, grüßen wir kurz eine dieser Sonden, Opportunity, die sich seit 2004 dort befindet. Ihre Mission war nur auf drei Monate ausgelegt, aber durch die unermüdlichen Winde auf dem Mars werden die Sonnenkollektoren immer wieder frei gepustet, daher ist sie immer noch aktiv! Hui, nur mal kurz vorbeigehuscht! ...weiterlesen "Michael Büker: Ich war noch niemals auf Saturn"

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Cover Tolan Star Trek
© Piper

Vor 50 Jahren startete in den USA die Serie STAR TREK mit dem inzwischen legendären Raumschiff Enterprise. Es folgten diverse Filme, von denen der neueste, "Star Trek Beyond", gerade in die Kinos kam. Meine Begeisterung für diese Science Fiction-Welt begann als Teenager und hat sich konsequent durch alle Staffeln gehalten. Die Mannschaft von Captain Jean-Luc Picard in "The Next Generation" ist mir von allen am liebsten. Es war faszinierend, was die verschiedenen Crews in fernen Regionen des Weltalls entdeckten, wie sie die kompliziertesten technischen Probleme kurz vor dem sicheren Untergang lösten und wie elegant Konflikte mit fremden Völkern beigelegt wurden. Nicht zu vergessen eine große Portion Witz. Manche Techniken von damals sind inzwischen längst Alltag, wie der Kommunikator, anderes bleibt wohl Fiktion. Wie realistisch ist die Physik im STAR TREK-Universum? Der Dortmunder Physik-Professor Metin Tolan, der schon die Physik bei James Bond (Geschüttelt, nicht gerührt) oder beim Fußball (So werden wir Weltmeister) auf unterhaltsame Weise erklärte, hat es in seinem Buch Die STAR TREK Physik untersucht. ...weiterlesen "Metin Tolan: Die STAR TREK Physik"

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Chirp – Das Flüstern der Gravitationswellen

Cover Ferreira Perfekte Theorie
© C. H. Beck

Ein Meilenstein in der modernen Physik ist erreicht: erstmals gelang der direkte Nachweis von Gravitationswellen im Universum! Einstein hatte recht! An dieser Nachricht kommt man derzeit nicht vorbei.

Um diese Leistung richtig einordnen zu können, empfiehlt sich ein Blick zurück in die Wissenschaftsgeschichte. Dafür möchte ich Lesern mit Interesse an Physik das Buch Die perfekte Theorie von Pedro G. Ferreira ans Herz legen. Der portugiesische Astrophysiker, der zurzeit in Oxford lehrt, hat sich bereits als Student der Allgemeinen Relativitätstheorie verschrieben und sie zu seinem Schwerpunkt gemacht. Dieses spannende Buch ist das Ergebnis seiner mehr als 25-jährigen Forschung.

Gravitationswellen sind Verzerrungen in der Raumzeit, die von schweren Objekten ausgelöst werden, aber dennoch so schwach, dass sie für uns kaum messbar sind. Vor hundert Jahren sagte Einstein ihre Existenz in seiner Allgemeinen Relativitätstheorie voraus. In den 60er Jahren war Joseph Weber der erste, der Detektoren baute, um nach ihnen zu suchen, allerdings vergeblich. Pedro Ferreira erzählt von den hitzigen Diskussionen über die Existenz von Gravitationswellen und den vielen gescheiterten Versuchen, sie zu finden. Nur heftige kosmische Ereignisse wie die Explosion einer Supernova oder – wie gerade gemessen – der Zusammenstoß zweier Schwarzer Löcher verursachen Wellen, die eventuell nachweisbar sind. ...weiterlesen "Pedro G. Ferreira: Die perfekte Theorie"

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Wissenschaftsgeschichte, praktische Beispiele, neue Theorien - und auch der Spaß kommt nicht zu kurz. Im dritten Teil meiner Vorfreuden für Leseratten geht es um

Neuerscheinungen aus der Physik und Astronomie

Cover Randall Dunkle Materie
© S. Fischer

Dunkle Materie und Dinosaurier – wo ist der Zusammenhang? Die theoretische Physikerin und Bestseller-Autorin Lisa Randall beschreibt in ihrem neuen Buch die Rolle der geheimnisvollen Dunklen Materie bei der Entstehung unserer Galaxie und des Lebens auf der Erde. Dunkle Materie könnte sogar für das Bombardement durch Meteoriten verantwortlich sein. Und damit auch für das Aussterben der Dinosaurier vor 65 Millionen Jahren! Alles nur Spekulation, oder gibt es auch Beweise?

...weiterlesen "Vorfreuden für Leseratten III Frühjahr 2016"

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Gibt es andere Planeten außer der Erde, auf denen Leben existiert? Wie komplex ist es und wie können wir es finden? Ein Fall für die Astrobiologie!
Cover Moore Da draußen
© Kein & Aber

Gibt es andere Planeten außer der Erde, auf denen Leben existiert? Wie komplex ist es und wie können wir es finden? Ein Fall für die Astrobiologie! Seit einigen Jahren widmet sich der britische Astrophysiker Ben Moore an der Universität Zürich diesem Forschungsgebiet. Nach seinem Bestseller Elefanten im All untersucht er in seinem neuen Buch Da draußen die Frage, wie das Leben überhaupt entstand und wo es sich im Universum verbergen könnte.

In einer Zeit, in der Kosmologen ständig neue Exoplaneten, also Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, entdecken, steigt die Wahrscheinlichkeit, dabei auch auf außerirdisches Leben zu stoßen, vielleicht sogar auf intelligente Lebensformen. Allein in unserer Galaxie gibt es geschätzte 10 Milliarden Planeten, die günstige Bedingungen für Leben bieten! ...weiterlesen "Ben Moore: Da draußen"