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Ein neues Jahr hat begonnen, und noch bevor alle wunderbaren Bücher des letzten Jahres gelesen sind, werfen die Neuerscheinungen ihre Schatten voraus.
Es sollte mich nicht überraschen, dass auch in diesem Jahr wieder viele fantastische Bücher aus allen Bereichen der Wissenschaft und Geschichte auf mich warten. Aber seit ich an diesem Blog arbeite, nehme ich sie bewusster wahr als früher. Meine Vorfreude möchte ich mit meiner Leserschaft teilen, denn vielleicht lasst Ihr Euch ja auch zur Lektüre eines dieser Bücher inspirieren. Geplant sind noch 3 bis 4 weitere Teile. In dieser Folge liegt der Schwerpunkt auf den Themengebieten Astronomie und Physik. Beim nächsten Mal geht es um die Geistes- und Kulturgeschichte. ...weiterlesen "Vorfreuden für Leseratten I – Frühjahr 2014"

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Parthas
© Parthas

Dem Historiker Andreas von Klewitz haben wir die Wiederentdeckung eines populärwissenschaftlichen Bestsellers aus dem Jahr 1900 zu verdanken. Es handelt sich um den Expeditionsbericht Aus den Tiefen des Weltmeeres von Carl Chun, einem Zoologen, der die erste deutsche Tiefsee-Expedition an Bord der Valdivia von 1898/1899 geleitet hat. Der vollständige Bericht umfasste mehr als 600 Seiten Text.

In der hier vorliegenden Nacherzählung, die sich als "Hommage" an die Expeditionsteilnehmer versteht, folgt Andreas von Klewitz der ursprünglichen Textgliederung anhand der Reiseroute und konzentriert sich dabei auf die allgemein verständlichen Aspekte des Reiseberichts. Wissenschaftliche Fachbegriffe und tiefergehende Informationen wurden also ausgespart.

Ein Großteil dieses Buches besteht aus den Originalzitaten des Expeditionsleiters Carl Chun, die hier geschickt aneinander gereiht und mit fantastischen Originalzeichnungen und Schwarzweißfotos ausgestattet sind. ...weiterlesen "Andreas von Klewitz: Carl Chun, die Valdivia und die Entdeckung der Tiefsee"

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Aus der Diplomarbeit einer Kommunikationsdesignerin wurde ein geniales Buch über die Entstehung des Lichts. Mit Alltagsgegenständen aus ihrer unmittelbaren Lebenswelt, sprich ihren eigenen vier Wänden, verdeutlicht Daniela Leitner, woraus sich das Universum zusammensetzt und wie es entstanden ist.
Bertelsmann
© Bertelsmann

Kann man es mit dem Jubeln über ein fantastisches Buch übertreiben? – NEIN! Hier sind Lobeshymnen angebracht! Dieses Buch ist originell, verblüffend, witzig, großartig, ELEMENTAR …! Denn so ungewöhnlich hat noch niemand die Geschichte des Universums erzählt und inszeniert.
Aber zunächst einmal die Vorgeschichte: Schon 2012 bin ich durch einen Beitrag von Joachim Schulz in seinem Blog Quantenwelt auf dieses Projekt aufmerksam geworden. Dort gab es nämlich einen Link zu Textauszügen, die ich mir damals als PDF heruntergeladen hatte. Seit ich das Buch vor Monaten in einer Vorschau des Bertelsmann Verlags wiederentdeckt habe, fieberte ich dem Erscheinen entgegen, siehe Vorfreuden für Leseratten III. Inzwischen liegt es endlich gedruckt vor und ist ein echtes Schwergewicht mit 864 Seiten. Das klingt nach einer Menge Lese-Arbeit. Nach Abzug von ca. 70 Seiten Inhaltsverzeichnis und Index sowie einem Drittel Fotos und Grafiken bleiben immerhin etwa 500 Seiten reiner Text. Und der hat es in sich! ...weiterlesen "Daniela Leitner: Als das Licht laufen lernte – Eine kleine Geschichte des Universums"

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Die grundsätzliche Fragestellung des israelischen Historikers Yuval Noah Harari lautet: Ist der Homo sapiens die Krone der Schöpfung oder der Schrecken des Ökosystems? Äußerst vielversprechend mit originellen, zugespitzten Formulierungen!
Harari Kurze Geschichte der Menschheit
© DVA

Bereits seit Monaten habe ich dem Erscheinen dieses Buches voller Vorfreude entgegengefiebert dank einer kurzen Leseprobe, die mir sehr gut gefallen hat. Mein erster Eindruck: äußerst vielversprechend mit originellen, zugespitzten Formulierungen. Nun sind mehr als 500 Seiten über die Geschichte der Menschheit endlich gelesen. Die zentrale Frage des israelischen Historikers Yuval Noah Harari lautet: Ist der Homo sapiens die Krone der Schöpfung oder der Schrecken des Ökosystems? Um eine Antwort zu finden, hat der Autor die letzten 70.000 Jahre betrachtet und die Geschichte in 3 große Abschnitte unterteilt: die kognitive Revolution, die landwirtschaftliche und die wissenschaftliche Revolution. ...weiterlesen "Yuval Noah Harari: Eine kurze Geschichte der Menschheit"

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Voller Spannung habe ich auf dieses Ergebnis gewartet. Jetzt ist es raus! Aus 58 Büchern wurden von der Zeitschrift bild der wissenschaft die 6 besten Wissensbücher des Jahres 2013 ausgewählt.
© Bild der Wissenschaft
© bild der wissenschaft

Voller Spannung habe ich auf dieses Ergebnis gewartet. Jetzt ist es raus! Aus 58 Büchern wurden von der Zeitschrift bild der wissenschaft die 6 besten Wissensbücher des Jahres 2013 ausgewählt. In meinem Blog habe ich bereits über die Nominierungen berichtet.

Die Jury setzte sich aus 11 Personen zusammen: Journalisten verschiedener Zeitschriften wie der ZEIT, der FAZ, Spektrum der Wissenschaft und natürlich bild der wissenschaft, aber auch ein Wissenschaftler von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt sowie der Fernsehmoderator Dr. Joachim Bublath waren dabei. Wir Leser durften als 12. Stimme mitentscheiden. Und hier kommen die Sieger:

...weiterlesen "Wissensbuch des Jahres 2013 – Die Gewinner"

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© privat

Auf diesem Foto seht Ihr, womit ich mich zur Zeit herumschlage: Welches dieser Bücher lese ich bloß als nächstes für das Blog? Und warum sind die alle so dick? Müssen es denn wirklich 864 Seiten sein, um mir die Geschichte des Universums zu erklären? Da bin ich ja wochenlang mit einem Buch blockiert! Aber es interessiert mich doch brennend!
Hinzu kommt, dass ich an einem Ort der permanenten Verführung arbeite: einer Buchhandlung. Jeglicher Plan, was ich demnächst lesen möchte, um darüber zu schreiben, wird über den Haufen geworfen, wenn
...weiterlesen "Die Qual der Wahl – Luxusprobleme beim Bloggen"

Der Kulturhistoriker Philipp Felsch lässt in seiner süffig geschriebenen Biografie das 19. Jahrhundert als eine Epoche des Umbruchs und der Entdeckungen lebendig werden.
© btb
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Erfinden kann man den Nordpol natürlich nicht – aber die Suche nach diesem abstrakten Punkt forcieren. Das ist dem Kartografen August Petermann im 19. Jahrhundert gelungen, auch wenn er am Ende grandios gescheitert ist. Der Kulturhistoriker Philipp Felsch lässt in seiner süffig geschriebenen Biografie das 19. Jahrhundert als eine Epoche des Umbruchs und der Entdeckungen lebendig werden.
Da dieses Werk gerade als Taschenbuch neu aufgelegt wurde, habe ich beschlossen, es ein zweites Mal zu lesen. Und es hat sich wieder gelohnt! Wie schon beim ersten Mal 2010 habe ich es verschlungen und die leichte Ironie des Autors genossen. Nun aber zum Thema: ...weiterlesen "Philipp Felsch: Wie August Petermann den Nordpol erfand"