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Tropische Schmetterlinge auf üppigen Blüten und Früchten, farbenfroh und lebensecht gezeichnet - sie sind das Markenzeichen der berühmten Naturforscherin Maria Sibylla Merian. Anlässlich ihres 300. Todestags im Januar 2017 erschien im Gerstenberg Verlag ein kleinformatiger Bildband: Maria Sibylla Merians Schmetterlinge von Kate Heard. Er vermittelt einen Einblick in die Schwerpunkte ihres Schaffens mit Motiven aus der europäischen Flora und Fauna und vor allem Zeichnungen aus Merians Forschungsaufenthalt in der damaligen niederländischen Kolonie Surinam. ...weiterlesen "Kate Heard: Maria Sibylla Merians Schmetterlinge"

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Ein Beitrag zum #Indiebookday 2016

Wagenbach
© Wagenbach

Alles begann mit der Wiederentdeckung einer chinesischen Karte in der Bodleian Library, der Bibliothek der Universität Oxford. Dort lagerte sie unbeachtet einige Jahrhunderte in den Archiven der chinesischen Abteilung, zusammen mit Manuskripten, die der Seerechtsanwalt John Selden der Bibliothek nach seinem Tode 1654 vermacht hatte. Als der Historiker und Chinaexperte Timothy Brook 2009 auf diese Karte aufmerksam wurde, war er sofort fasziniert. In seinem Buch Wie China nach Europa kam erzählt er die verschlungene Geschichte der Karte, die heute als Selden Map of China bekannt ist.

Was macht diese Karte so außergewöhnlich? Vor allem ist sie ein beeindruckendes Unikat. Eine vergleichbare Karte aus dem China der Ming-Dynastie ist bisher nicht gefunden worden. Sie entspricht in vieler Hinsicht nicht den Konventionen der chinesischen Kartografie, sondern ähnelt eher europäischen Karten jener Zeit, weist aber auch für europäische Karten erstaunlich moderne Merkmale auf. Ihr Fokus liegt auf den Handelsrouten im Südchinesischen Meer und nicht, wie zu erwarten, auf den Landmassen. Ungewöhnlich ist auch eine Kompassrose auf der Karte, denn obwohl der Kompass von Chinesen im 11. Jahrhundert erfunden worden war, gab es auf chinesischen Karten keine derartigen Abbildungen, auf europäischen aber schon. Timothy Brook versucht die vielen Geheimnisse zu lüften, indem er ins 17. Jahrhundert reist, als diese bemerkenswerte Karte entstand und durch mehrere Hände schließlich aus John Seldens Nachlass in die Bodleian Library gelangte: ...weiterlesen "Timothy Brook: Wie China nach Europa kam – Die unerhörte Karte des Mr. Selden"

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John Glassie zeichnet ein respektvolles Porträt dieses Gelehrten, der in Zeiten großer Umwälzungen versucht hat, alles zu wissen.
Cover Glassie Mann
© Berlin

Einer der großen Universalgelehrten des 17. Jahrhunderts war der Jesuitenpater Athanasius Kircher. Doch im Gegensatz zu seinen Zeitgenossen Leibniz, Newton oder Descartes geriet er bald in Vergessenheit und wird erst seit kurzem als Vorreiter vieler Erkenntnisse wiederentdeckt. Der Journalist John Glassie widmet ihm seine Biografie Der letzte Mann, der alles wusste.

1602 wurde Kircher in der Nähe von Fulda geboren und an einer Jesuitenschule unterrichtet. Nach seiner Priesterweihe reiste er im Auftrag des Ordens durch verschiedene Länder Europas, bis er schließlich am Collegium Romanum in Rom seine Wirkungsstätte fand. Schon bald wurde er für sein umfassendes Wissen geschätzt und hofiert. Um sich der Forschung und Veröffentlichung seiner Erkenntnisse widmen zu können, befreite man ihn von seinem Lehrauftrag für Mathematik. ...weiterlesen "John Glassie: Der letzte Mann, der alles wusste"

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Damit der Strom an interessantem Lesestoff auch in diesem Jahr nicht versiegt, habe ich wieder eine kleine Vorauswahl getroffen und stelle die Bücher, auf die ich mich besonders freue, hier kurz vor.

...weiterlesen "Vorfreuden für Leseratten II – Frühjahr 2014"