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Cover Oberzaucher Homo Urbanus
© Springer

Die Hälfte aller Menschen lebt heute in Städten. Ist der Homo sapiens überhaupt für diese Orte voller Menschenmassen, Enge und Lärm geschaffen? Sind die Städte an unsere Bedürfnisse angepasst? Was müssen wir für die Zukunft bedenken, wenn die Zahl der Stadtbewohner weiter steigt?

Immer mehr Menschen zieht es in die Städte. Die Stadt bietet viele Perspektiven - Arbeit, Wohlstand und kulturelle Angebote. Sie verursacht aber auch Probleme wie Anonymität, Luftverschmutzung, Kriminalität und Lärm. In ihrem Buch Homo urbanus untersucht die Wiener Verhaltensbiologin Elisabeth Oberzaucher, welche evolutionären Voraussetzungen der Mensch für das urbane Leben mitbringt und welche Konsequenzen sich aus diesem Erbe ergeben. ...weiterlesen "Elisabeth Oberzaucher: Homo urbanus"

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Für meine Reihe Vorfreuden für Leseratten habe ich in den letzten Wochen wieder viele Kataloge von Buchverlagen durchforstet auf der Suche nach interessanten Sachbuch-Neuheiten. Meine Ergebnisliste ist zwar nicht so umfangreich wie im vorigen Herbst, aber immer noch lang genug, um mich vor die Qual der Wahl zu stellen: Bei welchen dieser Bücher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich sie auch lese, am höchsten? Dieses Konzentrat stelle ich euch in drei Folgen vor. Von manchen Autoren kenne ich schon frühere Bücher, andere sind für mich Neuentdeckungen. Es sind Bücher zu Themen, die ich gern vertiefen möchte, in denen neue wissenschaftliche Ansätze verfolgt werden oder die besonders originell an ein Thema herangehen.

...weiterlesen "Vorfreuden für Leseratten I Frühjahr 2017"

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Evolution durch Klimakatastrophen

Cover Neue Geschichte des Lebens
© DVA

Beim größten Massenaussterben aller Zeiten, an der Schwelle vom Perm zur Trias, starben 90 % aller Arten aus. Dieses Ereignis war geprägt von Sauerstoffmangel, viel Kohlendioxid in der Atmosphäre, einer hohen Konzentration von Schwefelwasserstoff in den Ozeanen, 40 Grad Wassertemperatur und 60 Grad Hitze an Land! In der Folge kam es zu einer explosionsartigen Entwicklung neuer Arten mit neuen Körperbauplänen.
Für die amerikanischen Naturwissenschaftler Peter Ward und Joe Kirschvink steht fest: Katastrophen wie diese waren der wichtigste Faktor bei der Entwicklung des Lebens. Ihr Buch Eine neue Geschichte des Lebens ist ein interdisziplinärer Überblick über die gesamte Geschichte des irdischen Lebens, mit dem sie an Richard Forteys Buch Leben – Eine Biographie. Die ersten vier Milliarden Jahre anknüpfen – einem populärwissenschaftlichen Bestseller, der vor 20 Jahren erschienen ist. Dabei geht es den Autoren vor allem um das komplexe Zusammenspiel der verschiedenen Stoffkreisläufe und die Konsequenzen für die Lebensformen auf der Erde. ...weiterlesen "Peter Ward/Joe Kirschvink: Eine neue Geschichte des Lebens"

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Cover Weber Alge
C.H. Beck

In den Überschwemmungsgebieten des Amazonas in Südamerika stehen die Bäume monatelang unter Wasser. Wenn die Früchte dieser Bäume reif sind, fallen sie ins Wasser, wo sie schon von hungrigen Fischen erwartet werden. Die Fische verdauen die Samen und scheiden sie an anderer Stelle wieder aus. Wenn das Wasser sich zurückzieht, können sie keimen. So etwas nennt man Verdauungsverbreitung. Die klassischen Partner dafür sind Vögel, aber die Natur hat auch andere Wege gefunden.

Dies ist eines der ungewöhnlichen Beispiele für die Beziehungen zwischen Tieren und Pflanzen, die der Schweizer Biologe Ewald Weber in seinem Buch Der Fisch, der lieber eine Alge wäre zusammengetragen hat. ...weiterlesen "Ewald Weber: Der Fisch, der lieber eine Alge wäre"

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Vorfreuden für Leseratten IV Herbst 2016

Der Herbst bringt eine Fülle elementarer Bücher für Freunde des wissenschaftlichen Sachbuchs! Woraus besteht die Welt,  was hält sie zusammen? Welche Kräfte haben sie geformt und tun dies noch heute? Stoffe - Elemente - Kräfte lautet das Motto der letzten Folge der Herbst-Neuerscheinungen aus meiner Serie Vorfreuden für Leseratten.

Stoffe

Cover Miodownik Wunderstoffe
© DVA

Seit Florian Freistetter die Originalausgabe dieses unterhaltsamen Buches in seinem Blog Astrodicticum Simplex ausführlich vorgestellt hat, sehne ich die deutsche Ausgabe herbei. Es geht um Wunderstoffe – Zehn Materialien, die unsere Zivilisation ausmachen. Der englische Materialwissenschaftler Mark Miodownik erzählt von zehn Stoffen, die bahnbrechend für unsere Kultur waren und unseren Alltag prägen, darunter Glas, Plastik, Papier, Beton - und Schokolade! Im Oktober erscheint es endlich in der Übersetzung von Jürgen Neubauer – ich freue mich drauf! → Buchvorstellung im Blog ...weiterlesen "Vorfreuden auf Stoffe – Elemente – Kräfte"

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Vorfreuden für Leseratten III Herbst 2016

Von Büchern zu Naturthemen kann ich einfach nicht genug bekommen. Da gibt es so viel zu entdecken! Wie hat sich das Leben entwickelt? Welche Mechanismen wirken auf Pflanzen und Tiere ein? Woher kommen die fantastischen Fähigkeiten der Lebewesen? Und vor allem: was können wir daraus lernen?
Für den dritten Teil meiner Serie Vorfreuden für Leseratten habe ich einige besonders interessante Neuerscheinungen über die Wunder der Natur herausgesucht, die ich hier kurz vorstelle. Lasst Euch anstecken von meiner Vorfreude!

Cover Challoner Die Zelle
© Theiss

Alles Leben auf der Erde begann mit einfachen einzelligen Organismen, die sich im Laufe der Evolution zu Mehrzellern weiterentwickelten. Aus komplexeren Formen entstand eine unglaubliche Vielfalt von Tier- und Pflanzenarten. ...weiterlesen "Vorfreuden auf Wunder der Natur"

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Cover Hanson Federn
© Matthes & Seitz

Dank ihrer Federn können Vögel fliegen und die stärkste Hitze und Kälte überstehen. Ihr Gefieder schützt die Haut im Wasser vor dem Nasswerden. Federn besitzen geniale Eigenschaften, die der Mensch zu imitieren versucht. Der amerikanische Biologe Thor Hanson erzählt in seinem Buch Federn von der Naturgeschichte der Feder. Er beleuchtet wichtige Kontroversen der Evolutionsbiologie. Auch die verschwenderische Schönheit von Federn und ihre Bedeutung für die Kultur der Menschen kommen nicht zu kurz.

Vögel geben den Evolutionsbiologen noch immer viele Rätsel auf. Lange Zeit galt der 1861 bei Solnhofen gefundene Archaeopteryx als Urform der modernen Vögel. Er lebte während der Kreidezeit vor etwa 150 Millionen Jahren. Doch Hanson berichtet von einer fantastischen Ausgrabungsstätte, der Yixian-Formation im Nordosten Chinas. Dort werden ständig neue Fossilien von gefiederten Sauriern entdeckt, die teils sogar älter sind als der Urvogel Archaeopteryx. ...weiterlesen "Thor Hanson: Federn – Ein Wunderwerk der Natur"