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Cover Oberzaucher Homo Urbanus
© Springer

Die Hälfte aller Menschen lebt heute in Städten. Ist der Homo sapiens überhaupt für diese Orte voller Menschenmassen, Enge und Lärm geschaffen? Sind die Städte an unsere Bedürfnisse angepasst? Was müssen wir für die Zukunft bedenken, wenn die Zahl der Stadtbewohner weiter steigt?

Immer mehr Menschen zieht es in die Städte. Die Stadt bietet viele Perspektiven - Arbeit, Wohlstand und kulturelle Angebote. Sie verursacht aber auch Probleme wie Anonymität, Luftverschmutzung, Kriminalität und Lärm. In ihrem Buch Homo urbanus untersucht die Wiener Verhaltensbiologin Elisabeth Oberzaucher, welche evolutionären Voraussetzungen der Mensch für das urbane Leben mitbringt und welche Konsequenzen sich aus diesem Erbe ergeben. ...weiterlesen "Elisabeth Oberzaucher: Homo urbanus"

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Cover Draaisma Halbe Wahrheiten
© Galiani

Erinnerungen verändern sich ständig im Laufe des Lebens. Dieser Prozess wird durch neue Erfahrungen, schlichtes Vergessen, Verdrängen oder durch das Erzählen über etwas Vergangenes ausgelöst – auf der Basis unserer jeweiligen Lebensumstände.
Douwe Draaisma, Professor für Psychologiegeschichte in den Niederlanden, ist spezialisiert auf die Erforschung des Gedächtnisses und der Träume. In seinem kurzweiligen Buch Halbe Wahrheiten untersucht er, wie zuverlässig unsere Erinnerungen sind und wie sich bestimmte Situationen auf die Erinnerungen auswirken.

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Abseits der ausgetretenen Pfade

Insel
© Insel

Eine Zeit der rasanten Veränderungen, des radikal Neuen und das Ende vieler Gewissheiten – dies und mehr war das 20. Jahrhundert. Die wichtigsten Entwicklungen und einige Protagonisten jener Zeit stellt der Journalist und Buchautor John Higgs in seinem Buch Alles ist relativ und anything goes vor (der Originaltitel lautet Stranger Than We Can Imagine). Er konzentriert sich vor allem auf die Wissenschaft, die Kunst, die Literatur und die Psychologie, denn er sucht nach dem Unkonventionellen abseits der ausgetretenen Pfade der politischen und wirtschaftlichen Geschehnisse.
In seinem Buch legt der Brite seine originelle Sichtweise über das letzte Jahrhundert dar und verblüfft durch interessante Querverbindungen zwischen den einzelnen Bereichen.

Relativität und das Jahrhundert des Individuums

Im Gegensatz zu früheren Zeiten gibt es laut Higgs keinen Omphalos mehr. Dieser Begriff stammt aus dem Griechischen und bedeutet Mittelpunkt der Welt oder auch Nabel des Geschehens - ein Ort, eine Sichtweise oder auch eine Person, die Halt und Orientierung bietet. Doch die gewohnte Perspektive ging auf vielen Ebenen verloren. ...weiterlesen "John Higgs: Alles ist relativ und anything goes"