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GW150914 ist das erste jemals direkt gemessene Signal einer Gravitationswelle. Es stammt aus der Verschmelzung zweier gewaltiger Schwarzer Löcher und wurde am 14. September 2015 von den  LIGO-Detektoren in den USA aufgefangen. 1,3 Milliarden Jahre war das Signal unterwegs, bis es die Erde erreichte! Ein Durchbruch, mit dem eine neue Ära der Astrophysik begann!

Gravitationswellen sind Verzerrungen der Raumzeit, die sich mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten. Ausgelöst werden sie zum Beispiel durch Schwarze Löcher, Supernovae oder Neutronensterne. Rainer Weiss, Kip Thorne und Barry Barish erhalten am 10. Dezember den Physik-Nobelpreis 2017 "für entscheidende Beiträge zum LIGO-Detektor und die Beobachtung von Gravitationswellen". Inzwischen sind sogar fünf Signale detektiert worden ich bekomme eine Gänsehaut, wenn ich mir vorstelle, wie das gelingen konnte!

Zwei aktuelle Bücher beleuchten die 100-jährige Geschichte der Erforschung von Gravitationswellen und die Physik hinter dieser bahnbrechenden Beobachtung ...weiterlesen "Physik-Nobelpreis für Gravitationswellen-Forscher"

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Cover Anderl Universum
© Hanser

Klarer Fall – die Astrophysik ist eine ganz besondere Wissenschaft. Sie bestimmt das Gewicht Schwarzer Löcher, die Entfernung zu anderen Galaxien oder den Anteil der geheimnisvollen Dunklen Materie an der Gesamtmasse des Universums. Sie untersucht sogar Mikrowellen aus der Zeit des Urknalls vor 14 Milliarden Jahren! Und das, obwohl sich viele kosmische Phänomene in gewaltiger Distanz befinden - in Raum und Zeit! Wie die Astrophysik ihre unglaublichen Erkenntnisse gewinnt, erklärt die Astrophysikerin und Philosophin Sibylle Anderl in ihrem erhellenden Buch Das Universum und ich. ...weiterlesen "Sibylle Anderl: Das Universum und ich – Die Philosophie der Astrophysik"

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Der Astrophysiker Stephen Hawking ist weltberühmt, nicht nur wegen seiner brillanten Ideen zur Kosmologie und Physik, seiner populärwissenschaftlichen Bestseller wie Eine kurze Geschichte der Zeit oder Das Universum in der Nussschale, sondern auch wegen seines persönlichen Schicksals. Mit Anfang 20 wurde bei ihm die Nervenerkrankung ALS diagnostiziert, verbunden mit einer Lebenserwartung von maximal zwei Jahren. Doch Stephen Hawking lebt nun schon seit über 50 Jahren mit dieser schweren Krankheit. Er ist pflegebedürftig, sitzt im Rollstuhl und kann sich seit 1985 nur noch mittels eines Sprachcomputers verständigen. In seiner 2013 erschienenen Autobiografie Meine kurze Geschichte, die ich hier im Blog vorgestellt habe, blickt er dennoch auf ein erfülltes Leben als Wissenschaftler und Privatmensch zurück, immer noch aktiv in der Spitzenforschung, zweimal verheiratet, Vater von drei Kindern, mit vielen Vortragsreisen und sogar der Teilnahme an Parabelflügen, bei denen Schwerelosigkeit simuliert wird. Mit seinem Lebensmut und seinen wissenschaftlichen Leistungen ist er vielen ein Vorbild.

Anlässlich seines 75. Geburtstags am 8. Januar 2017 sind drei neue Bücher erschienen, die alle für Einsteiger geeignet sind:

...weiterlesen "Buchtipps zu Hawkings Geburtstag"

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Chirp – Das Flüstern der Gravitationswellen

Cover Ferreira Perfekte Theorie
© C. H. Beck

Ein Meilenstein in der modernen Physik ist erreicht: erstmals gelang der direkte Nachweis von Gravitationswellen im Universum! Einstein hatte recht! An dieser Nachricht kommt man derzeit nicht vorbei.

Um diese Leistung richtig einordnen zu können, empfiehlt sich ein Blick zurück in die Wissenschaftsgeschichte. Dafür möchte ich Lesern mit Interesse an Physik das Buch Die perfekte Theorie von Pedro G. Ferreira ans Herz legen. Der portugiesische Astrophysiker, der zurzeit in Oxford lehrt, hat sich bereits als Student der Allgemeinen Relativitätstheorie verschrieben und sie zu seinem Schwerpunkt gemacht. Dieses spannende Buch ist das Ergebnis seiner mehr als 25-jährigen Forschung.

Gravitationswellen sind Verzerrungen in der Raumzeit, die von schweren Objekten ausgelöst werden, aber dennoch so schwach, dass sie für uns kaum messbar sind. Vor hundert Jahren sagte Einstein ihre Existenz in seiner Allgemeinen Relativitätstheorie voraus. In den 60er Jahren war Joseph Weber der erste, der Detektoren baute, um nach ihnen zu suchen, allerdings vergeblich. Pedro Ferreira erzählt von den hitzigen Diskussionen über die Existenz von Gravitationswellen und den vielen gescheiterten Versuchen, sie zu finden. Nur heftige kosmische Ereignisse wie die Explosion einer Supernova oder – wie gerade gemessen – der Zusammenstoß zweier Schwarzer Löcher verursachen Wellen, die eventuell nachweisbar sind. ...weiterlesen "Pedro G. Ferreira: Die perfekte Theorie"

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Der Astrophysiker und Wissenschaftsautor Thomas Bührke erzählt in seinem neuen Buch Einsteins Jahrhundertwerk die spannende Geschichte der Allgemeinen Relativitätstheorie.
Cover Buehrke Einstein
© dtv

Vor knapp 100 Jahren veröffentlichte Albert Einstein die Allgemeine Relativitätstheorie. Sie erweitert Isaac Newtons Gravitationsgesetz und ermöglicht ein völlig neues Verständnis von Raum und Zeit. Doch sie wirft auch viele Fragen über die Struktur des Universums auf. Manche dieser Fragen konnte im Verlauf des letzten Jahrhunderts abschließend beantwortet werden, andere sind noch immer offen.

Der Astrophysiker und Wissenschaftsautor Thomas Bührke erzählt in seinem neuen Buch Einsteins Jahrhundertwerk die spannende Geschichte der Allgemeinen Relativitätstheorie. Wer waren ihre Vordenker? Wie gelangte Einstein zu seinen bahnbrechenden Erkenntnissen? Mit welchen Methoden versucht man sie zu beweisen oder widerlegen? Welchen praktischen Nutzen hat sie in der Gegenwart?

Newton ging noch davon aus, dass die Zeit gleichförmig fließt und der Raum absolut und unveränderlich ist. Damit konnten aber nicht alle Phänomene der Gravitation, zum Beispiel die Bahnen des Planeten Merkur um die Sonne, erklärt werden. ...weiterlesen "Thomas Bührke: Einsteins Jahrhundertwerk – Die Geschichte einer Formel"