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Im letzten Teil der Vorfreuden für Leseratten stelle ich neue Bücher über die Flora und Fauna vor. Bei diesem Thema ist die Auswahl an interessanten Büchern für mich immer am größten. Wir treffen auf Schmarotzer, Symbionten und erstaunlich viele intelligente Lebensformen.

...weiterlesen "Vorfreuden für Leseratten III Frühjahr 2017"

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Lebenswelt Baum: voller Beziehungskisten

Cover Spohn Baeume
© Haupt

Ein Baum bietet Lebensraum für eine Vielzahl von Organismen. Dort tummeln sich Insekten auf der Suche nach Nahrung und einem Unterschlupf, Vögel, die sich von den Früchten des Baums ernähren, in ihm nisten und ihre Jungen großziehen, Moose und Flechte, die auf ihm wachsen, Pilze, die sein Wurzelwerk umhüllen oder durchdringen. Viele dieser Beziehungen verlaufen zum gegenseitigen Nutzen, andere schädigen den Baum. ...weiterlesen "Margot Spohn/Roland Spohn: Bäume und ihre Bewohner"

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Cover Weber Alge
C.H. Beck

In den Überschwemmungsgebieten des Amazonas in Südamerika stehen die Bäume monatelang unter Wasser. Wenn die Früchte dieser Bäume reif sind, fallen sie ins Wasser, wo sie schon von hungrigen Fischen erwartet werden. Die Fische verdauen die Samen und scheiden sie an anderer Stelle wieder aus. Wenn das Wasser sich zurückzieht, können sie keimen. So etwas nennt man Verdauungsverbreitung. Die klassischen Partner dafür sind Vögel, aber die Natur hat auch andere Wege gefunden.

Dies ist eines der ungewöhnlichen Beispiele für die Beziehungen zwischen Tieren und Pflanzen, die der Schweizer Biologe Ewald Weber in seinem Buch Der Fisch, der lieber eine Alge wäre zusammengetragen hat. ...weiterlesen "Ewald Weber: Der Fisch, der lieber eine Alge wäre"

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Cover Haskell Leben des Waldes
© Kunstmann

Wie lässt sich das komplexe Ökosystem Wald am besten erforschen? Der Biologe David G. Haskell hatte eine grandiose Idee. Er konzentrierte sich ein Jahr lang auf einen Quadratmeter urtümlichen Waldes im US-Bundesstaat Tennessee. Mit dem Fokus auf diese kleine Parzelle sollte es möglich sein, das große Ganze zu verstehen. Haskell nahm sich das tibetische Mandala zum Vorbild, einen Begriff, der für den Lauf des Lebens oder den ganzen Kosmos, aber auch für Erleuchtung steht.  In seinem Buch Das verborgene Leben des Waldes berichtet er von seinen Erlebnissen während dieser Zeit. Die ausgewählte Parzelle wird darin konsequent als Mandala bezeichnet, was zunächst irritiert, sich im Laufe der Lektüre aber als geeignete Metapher erweist.

Anhand seiner Beobachtungen erzählt Haskell, wie sich der Wald im Jahreszyklus verändert. Er beschreibt die Lebewesen in seiner Umgebung, das Wachstum der Blumen, am Boden kriechende Tiere, Vögel, die den Wald mit ihrem Gesang erfüllen, aber auch abgestorbene Materie wie das Totholz, das dem Wald als Lebensraum und Nährstoff dient oder die Flugsamen der Bäume, die im Wind tanzen. ...weiterlesen "David G. Haskell: Das verborgene Leben des Waldes"

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Unter dem Motto Vorfreuden für Leseratten stelle ich seit 2013 zweimal jährlich die Neuerscheinungen des kommenden Halbjahres vor. Ich kann Euch versprechen, dass uns auch 2015 ein wunderbarer Leseherbst erwartet. In Folge II gibt es einen Überblick über meine spannendsten Entdeckungen unter den

Neuerscheinungen aus der Biologie

 

Taylor Fossilien
© Theiss

Fossilien sind faszinierende Zeugnisse vergangener Erdzeitalter. Sie helfen uns dabei, die Entwicklung und Lebensweise ausgestorbener Arten zu verstehen. Paul D. Taylor und Aaron O’Dea haben in ihrem Buch Die Geschichte des Lebens in 100 Fossilien die wichtigsten von ihnen zusammengestellt. So entsteht ein chronologischer Überblick über 3,5 Milliarden Jahre Erdgeschichte, natürlich mit wunderbaren Abbildungen. ...weiterlesen "Vorfreuden für Leseratten II Herbst 2015"

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Stefano Mancuso plädiert für eine Neubewertung pflanzlicher Fähigkeiten und eine Erweiterung des Intelligenzbegriffs. Die pflanzliche Intelligenz ist für ihn eine Netzwerk- oder Schwarmintelligenz, wie sie auch bei Insekten vorkommt.
Cover Mancuso Pflanzen
© Kunstmann

Pflanzen können sich nicht vom Fleck weg bewegen. Sie verfügen über kein Gehirn, keine Nervenzellen und keine Sinnesorgane, wie wir Menschen sie kennen. Sie gelten als passive Lebensformen, die im wahrsten Sinne des Wortes dahinvegetieren und über keinerlei Empfindungen verfügen. Und doch sind viele Botaniker überzeugt, dass Pflanzen über Intelligenz verfügen.

Was macht Intelligenz aus? Zu den wichtigsten Merkmalen zählen die Fähigkeit, Probleme zu lösen, die Fähigkeit zu sozialem Verhalten und die Anpassungsfähigkeit an wechselnde Umweltbedingungen. Wenn man diese Kriterien anlegt, müssen wir den Pflanzen intelligentes Verhalten zugestehen?

In diesem erfrischend geschriebenen Buch wird der Beweis dafür angetreten. ...weiterlesen "Stefano Mancuso/Alessandra Viola: Die Intelligenz der Pflanzen"