Vorfreuden für Leseratten III Herbst 2017

In der dritten Folge der Vorfreuden für Leseratten zeige ich Euch meine Fundstücke aus der Biologie. In den Sachbüchern geht es um

Tierische Spezialisten und Netzwerke der Natur

Cover Warnecke Winterschlaefer

© C.H. Beck

Was haben Igel, Lemuren, Fledermäuse und Beuteltiere gemeinsam? Sie alle halten Winterschlaf. Die Biologin Lisa Warnecke erzählt in ihrem Buch Das Geheimnis der Winterschläfer von ihrer Projekten in Deutschland, Kanada, Madagaskar und Australien, bei denen sie die Gewohnheiten dieser Tiere und vor allem deren Winterschlaf-Phasen eingehend erforscht hat. Wozu dient dieser ausgedehnte Schlaf? Wie tief schlafen die Tiere und was geht dabei in ihren Körpern vor? Was mich besonders interessiert: wie ist die Biologin vorgegangen, um Tiere im Winterschlaf zu beobachten?

 

Cover Burke Nest

© Oekom

Wenn Vögel Nester bauen, entstehen oft wahre Kunstwerke. Sie verweben kreativ die verschiedensten Materialien, beherrschen die Kunst der Temperaturregelung und sind Meister der Tarnung – das alles, um ihren Nachwuchs sicher durch die Brutzeit zu bringen. Die Kunsthistorikerin Janine Burke teilt in ihrem Buch Nest – Kunstwerke der Natur ihre persönliche Faszination für diese wunderschönen Bauwerke. Es ist eine literarische, ästhetische und zugleich naturwissenschaftliche Annäherung. Eine reizvolle Mischung!

 

Cover Montgomery Oktopus

© Mare

Der Oktopus ist ein überaus intelligenter und geschickter Meeresbewohner. Er spielt gern und ist ebenso neugierig wie die Menschen, die ihn erforschen. Seine Haut ist ein empfindliches und erstaunlich wandlungsfähiges Sinnesorgan. Verfügt der Oktopus vielleicht sogar über ein Bewusstsein und eine Seele? Die amerikanische Naturforscherin Sy Montgomery ist überzeugt davon. In ihrem preisgekrönten Buch Rendezvous mit einem Oktopus erzählt sie lebendig und anschaulich von ihren Begegnungen mit diesen faszinierenden Tieren. Ich bin gespannt, was sie herausgefunden hat! Buchvorstellung im Blog

 

Cover Haskell Gesang Baeume

© Kunstmann

Nach seinem Buch Das verborgene Leben des Waldes, dessen Qualitäten ich hier im Blog bereits gelobt habe, legt der amerikanische Wissenschaftler David G. Haskell ein neues Buch vor: Der Gesang der Bäume. Darin betrachtet er zwölf Bäume in verschiedenen Regionen der Erde, unter anderem einen Bonsai in Japan, einen Olivenbaum in Israel, einen Kapokbaum am Amazonas und einen Haselnussbaum in Schottland. Welche Beziehungen bestehen zu Pilzen, Tieren und anderen Pflanzen? Wie wirkt sich der Einfluss des Menschen auf das Umfeld der Bäume aus? Jeder Baum ist Zeugnis der Klimageschichte und der spezifischen Lebensbedingungen – sie alle sind Teile eines großen Netzwerks. Klingt vielversprechend!

Überblick:
Folge I: Im Banne des Universums – Neuheiten aus der Astronomie
Folge II: Abtauchen in die Vergangenheit – Neuheiten aus der Geschichte
Folge III: Tierische Spezialisten und Netzwerke der Natur – Neuheiten aus der Biologie
Folge IV: Kluge Köpfe

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5 Kommentare

  1. Zum Oktopus passt vielleicht, was “Intelligenz” betrifft, das Dossier von Scinexx über die Rabenvögel:
    http://www.scinexx.de/dossier-820-1.html

    • Danke für den Link! Ich las kürzlich ein Buch von Jennifer Ackerman, das ebenfalls “Genies der Lüfte” heißt. Darin geht es unter anderem natürlich auch um die schlauen Krähen. Ich stelle das Buch bald hier vor, könnte was für dich sein!

      • Sah das Buch im Buchhandel. Bin gespannt wie Du es bewertest.

        Habe mir letztes WE ein Buch zu Schönheit und Evolution gekauft. Ich hoffe zu erfahren, auf welche Weise die Natur Schönheit “definiert hat”. Die Kriterien müssen sowohl vielfältig sein als auch dem Artgenossen bzw. dem kooperierenden Tier/Pflanze etwas sagen/attraktiv sein.
        Letztlich hat sich ja auch Kunst aus dieser Grundlage entwickelt.

  2. Mei, diesem Herbst ist wirklich viel Vorfreude! David Haskell werde ich mir auch ansehen. “Das verborgene Leben des Waldes” war mindestens so sehr Zen-Poesie wie Biologie, und ich freue mich sehr auf dieses Buch!

    • Geht mir genau so! Ich hoffe, dass Haskell seinem Stil treu bleibt und sein neues Buch ebenfalls diese wunderbare Mischung aus Wissenschaft und poetischer Beschreibung aufweist.

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