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Wissensbuch des Jahres 2016 – Die Nominierungen

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© bild der wissenschaft

Los geht´s auf eine Entdeckungsreise zu den besten aktuellen Büchern aus Wissenschaft und Forschung! Das Wissenschaftsmagazin bild der wissenschaft veranstaltet zum 24. Mal die Wahl zum Wissensbuch des Jahres. Aus der Fülle der Bücher, die in den letzten 12 Monaten erschienen sind, nominierte eine unabhängige Jury 52 Bücher in sechs Kategorien. Gemeinsam mit den Lesern werden die Besten in jeder Kategorie gekürt.

Bücher, die unser Wissen erweitern, müssen nicht trocken und öde sein. Im Idealfall sind sie anregend, bewegend, sogar aufregend. Das kann ich nach der Lektüre vieler Wissensbücher bestätigen. Auch in diesem Jahr birgt die Auswahl der nominierten Bücher viel Potential für beste Unterhaltung bei hohem Informationsgehalt. Auf der Wahlliste finden sich Bücher aus vielen Sachgebieten, darunter aus der Physik und Astronomie, der Medizin, Biologie und Geschichte. Auch Humoristisches, Wissen in Comicform und Romane sind dabei, außerdem Bücher, die für Gesprächsstoff sorgen sowie besonders ästhetisch gestaltete Bücher. Besonders gespannt bin ich diesmal auf die Bücher der Kategorie Perspektive, also die Bücher für junge Leser, denn hier erwarte ich echte Sachbuch-Schätze, die auch Erwachsenen Spaß machen. Die Buchtitel klingen sehr verlockend!

Einige der Bücher habe ich als Mitglied der Jury selbst vorgeschlagen und bin gespannt, wie sie bei den übrigen Jury-Mitgliedern und den Lesern ankommen. Es wird sicher schwer, die Besten auszuwählen. Wie gut, dass Ihr als Leser mit Eurem Votum helfen könnt! Wer auf der Webseite von bild der wissenschaft mitmacht und abstimmt, kann natürlich auch Lesestoff gewinnen!

Wahlliste der nominierten Wissensbücher des Jahres 2016

Alle Titel sind mit den Webseiten der beteiligten Buchverlage verknüpft - damit kann die Entdeckungsreise zu den Nominierten des Jahres beginnen. Da ich schon einige Bücher hier im Blog vorgestellt habe, sind diese mit den Beiträgen → verlinkt.

Wissensbücherstapel 2016

Überblick

Lisa Kaltenegger: Sind wir allein im Universum?
Andreas Wagner: Arrival of the Fittest
Rüdiger Vaas: Jenseits von Einsteins Universum
Thomas de Padova: Allein gegen die Schwerkraft
Ulrich Eberl: Smarte Maschinen
Christiane Grefe: Global Gardening
Arnold van de Laar: Schnitt!
Rudolf Valenta/Alwin Schönberger: Das Anti-Allergie-Buch
Jim Al-Khalili/Johnjoe MacFadden: Der Quantenbeat des LebensRezension im Blog

Zündstoff

Armin Eich: Die Söhne des Mars
Axel Meyer: Adams Apfel und Evas Erbe
S. Solomon/J. Greenberg/T. Pyszczynski: Der Wurm in unserem Herzen
Lisa Randall: Dunkle Materie und Dinosaurier
Peter Wohlleben: Das Seelenleben der Tiere
Fred Pearce: Die neuen WildenRezension im Blog
Meike Hemschemeier: Vorsicht Operation!
Karl Lauterbach: Die Krebs-Industrie

Überraschung

Hubert Filser: AHA - Hubert Filsers großes Buch der Alltagsfragen
Rüdiger Trojok: Biohacking - Gentechnologie für alle
Bernd Brunner: OrnithomaniaRezension im Blog
Sebastian Lotzkat: Keine Bange vor der Schlange
Dave Goulson: Wenn der Nagekäfer zweimal klopftRezension im Blog
David G. Haskell: Das verborgene Leben des WaldesRezension im Blog
Urs Willmann: Stress - ein Lebensmittel
Metin Tolan: Die STAR TREK Physik → Rezension im Blog
Carlo Rovelli: Sieben kurze Lektionen über PhysikRezension im Blog
Helen MacDonald: H wie HabichtRezension im Blog

Ästhetik

Matthias Schickhofer: Unser Urwald
MAP - Karten
Kimberly Arcand/Megan Watzke: Licht - mehr als wir sehen
Margot Spohn/Roland Spohn: Bäume und ihre Bewohner → Rezension im Blog
Michael Martin: Planet Wüste
Bernhard Edmaier/Angelika Jung-Hüttl: Wasser
Martin Kuckenburg: Eine Welt aus Zeichen
Lauren Redniss: Blitz und DonnerKurzvorstellung im Blog

Unterhaltung

Lily King: Euphoria
Paolo Bacigalupi: Water - Der Kampf beginnt
H. Oberhummer/M. Puntigam/W. Gruber: Das Universum ist eine Scheißgegend
Raimund Schulz: Abenteurer der Ferne
Annette Dutton: Das Geheimnis jenes Tages
Lodewijk van Oord: Das letzte Nashorn
Vince Ebert: Unberechenbar
R. Leinfelder/A. Hamann/J. Kirstein/M. Schleunitz: Die Anthropozän-KücheRezension im Blog

Perspektive

Anke M. Leitzgen/Anna Bockelmann: Erforsche das Meer → Kurzvorstellung im Blog
David Macaulay: Coole Kräfte - So arbeiten einfache Maschinen → Kurzvorstellung im Blog
Piotr Socha: Bienen → Kurzvorstellung im Blog
Rita Lüder/Frank Lüder: Die geheimnisvolle Welt der Pilze → Kurzvorstellung im Blog
Bibi Dumon Tak/Fleur van der Weel: Mücke, Maus und Maulwurf → Kurzvorstellung im Blog
Fleur Daugey/Sandrine Thommen: Vögel auf Weltreise → Kurzvorstellung im Blog
Owen Davey: Die Affenbande → Kurzvorstellung im Blog
William Grill: Shackletons Reise → Kurzvorstellung im Blog
Jens Soentgen: Wie man mit dem Feuer philosophiertRezension im Blog

Ihr könnt bis zum 23. August an der Abstimmung teilnehmen. Am 15. November werden dann die besten Wissensbücher des Jahres und die Gewinner von Sachpreisen aus dem Publikum bekannt gegeben. Zu finden im Dezemberheft von bild der wissenschaft und auf der Webseite www.wissenschaft.de. Viel Spaß beim Entdecken und Mitmachen!

Wenn Ihr Bücher aus der Liste empfehlen möchtet oder sie schon in Euren Blogs vorgestellt habt, freue ich mich auf Eure Kommentare.

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11 Gedanken zu „Wissensbuch des Jahres 2016 – Die Nominierungen

  1. Ulrike Sokul

    Liebe Petra,
    was für eine verheißungsvolle Wissensfülle Du hier wieder präsentierst - einfach unendlich der Lesestoff ...
    Immerhin kenne ich drei, der von Dir aufgelisteten Bücher:
    Dave Goulsons "Wenn der Nagekäfer zweimal klopft" lese ich gerade und ich bin entzückt.
    Das Sachbilderbuch von Poitr Socha: "Bienen" habe ich schon besichtigt und gelesen, und es ist wirklich äußerst empfehlenswert nicht nur für Kinder. Selten habe ich einen so umfassenden und ganzheitlichen sowie humorvollen Umgang mit einem naturwissenschaftlichen Thema erlesen. Und die Illustrationen sind auch ganz besonders anschaulich - ich werde es demnächst noch rezensieren und präziser ausformulieren.

    "Das Universum ist eine Scheißgegend" habe ich als HÖRBUCH konsumiert:
    Während die Herrenrunde der Autoren in heiteren Dialogen in unendliche Weiten und Alltagsphysik abschweift, werden die Textpassagen in den Dialogzwischenräumen von Maria Hofstätter gelesen. Nebenbei bemerkt: All dies mit österreichischem Akzent und etwas ortsösterreichischem Vokabular, was der Lesung eine liebenswert-eigenwillige Nonchalance gibt und mich besonders bei englischen Fachbegriffen sehr schmunzeln ließ.

    Die vermittelte Wissensfülle ist umfänglich, und wiederholtes Hören vertieft ihre neurologischen Spuren im geneigten Hirn. Die Darreichungsform ist unterhaltsam und sogar von einer sympathischen wissenschaftlichen Selbstironie.
    https://leselebenszeichen.wordpress.com/2016/01/06/das-universum-ist-eine-scheissgegend/

    Sommersonnige Grüße
    Ulrike von Leselebenszeichen

    Antworten
    1. Petra Wiemann

      Liebe Ulrike,
      vielen Dank für deine Eindrücke zu den gelesenen und gehörten Büchern. Jetzt bin ich umso gespannter auf die noch unbekannten!
      Tropische Grüße, Petra

      Antworten
    1. Petra Wiemann

      Eine schöne Hörbuch-Vorstellung, liebe Daniela! Dieses Buch bietet sich wirklich zum Vorlesen an. Das habe ich schon selbst ausprobiert, weil ich die Texte teils sehr witzig fand. Das Buch macht Spaß!
      Viele Grüße, Petra

      Antworten
  2. Gerhard

    Andreas Wagner: Arrival of the Fittest
    hat bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Ich kann mir einfach gut vorstellen, daß Evolution einen solche gearteten Mechanismus benutzt wie im Buch vorgestellt.

    Antworten
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  7. Siegfried Marquardt

    Kurzrezension zum Buch "Allein gegen die Schwerkraft" mit Akzentuierung der physikalischen Aspekte
    Als die Biographie von Einstein im Zeitabschnitt von 1914 bis 1918 mit dem Titel „Alleine gegen die Schwerkraft von Thomas De Padova bei 3 Sat (in der Sendung Nano oder Kulturzeit) vor ca. drei Jahren (?) angekündigt wurde, war man ganz euphorisch und begeistert und konnte es gar nicht erwarten, das Buch in der Hand zu halten! Stutzig machte allerdings, als der Autor vor der Humboldt-Uni, dem Wirk- und Tatort von Einstein, vorgestellt wurde, dass Padova sich nicht einig darüber werden konnte, ob Einstein Nernst oder Plancks Kind Nachhilfeunterricht erteilt hatte. Ja und im Buch konnte man dann schwarz auf weiß lesen, dass Einstein Habers Kind als Nachhilfelehrer im Fach Mathematik unterrichtete, wie der Autor in der Biographie schrieb. Dies zeugte von profundem Wissen und Kenntnissen des Autors zur konkreten Materie „Einsteins Lebensweg in der Zeit von 1914 bis 1918“. Und: Die drei weltberühmten Physik-Koryphäen Deutschlands, zudem noch der Physikerpapst Planck mussten ihren Kindern Nachhilfeunterricht in Mathematik durch einen Dritten erteilen lassen. Dies war mehr als aufschlussreich und erstaunlich und ließ ganz tief zur Qualifikation der drei Koryphäen der Physik/Chemie blicken. Nernst und Planck sollen dann wohl 1913 in die Schweiz gefahren sein, um Einstein nach Deutschland zu einer Außerordentlichen Professur an dem Kaiser-Wilhelm-Institut einzuladen. Dies hätte man doch postalisch effektiver erledigen können! (????). Was verbirgt sich nur dahinter? In den einzelnen Abschnitten sind richtige Sprünge zu verzeichnen, so dass man den Eindruck gewinnt, dass der Autor die verschiedenen Quellen wahrscheinlich ins Buch unkritisch reinkopierte, ohne dann die Quellen anzugeben respektive zu benennen. Beispiel Funkstelle der Post in Nauen als exemplarisches Beispiel zur Verbreitung von elektromagnetischen Wellen (Seite 206 unten): Hier kann der Leser rezipieren, dass zwischen Deutschland und den USA 1916 eine Funkverbindung bestehen würde und 250 Zeichen pro Minute über den Atlantik geschickt werden könnten. Da der Abschnitt im Präsens verfasst wurde, hat der Autor diese Passage aller Wahrscheinlichkeit nicht überarbeitet. Und an einer anderen Stelle konnte zweifelsfrei ein weiteres Plagiat entdeckt werden: Der Autor schreibt einfach den vermeintlichen „Entwurf“ der allgemeinen Relativitätstheorie in Teilen von Einstein ab (auf Seite 198 ist der „Entwurf“ als Fotokopie zu lesen). Die Beispiele zur speziellen und allgemeinen Relativitätstheorie sind von einem Laien kaum nachzuvollziehen und zu verstehen (nicht so von einem Eingeweihten in die Thematik), weil keine Formeln, kein Formalismus, keine Skizzen, noch Grafiken oder Zeichnungen zur Transparenz zum Einsatz gelangten. Unbedingt gilt hier aber in diesem Zusammenhang zu konstatieren, dass Einstein niemals die Abweichung des Lichtes von fernen Sternen durch die Schwerkraft der Sonne berechnetet hatte. Diese Berechnung stammt vom deutschen Astronomen Johann Georg von Soldner, der bereits 1801 diese Berechnung vornahm. In dem Skript zur allgemeinen Relativitätstheorie gibt Einstein zwar den Winkel mit 0,83`` bzw. 1,7 `` der Abweichung in Winkelsekunden (und nicht in Bogensekunden wie der Autor schrieb) an, nutzt man aber den Formalismus zur Berechnung der Abweichung, dann kommt ein absurder Wert heraus! (es soll der mathematisch-physikalische Beweis hier nicht erbracht werden). Die Periheldrehung beim Merkur pro Jahrhundert mit 45`` stammt auch nicht von Einstein (siehe Seite 195), sondern vom Mathematiklehrer Paul Gerbert aus Stargad, der die Periheldrehung des Merkurs bereits 1893 berechnete. Es muss ein für alle Male konstatiert werden, dass der wirkliche Autor der Relativitätstheorie in seinem Gesamtguss der französische Mathematiker und Physiker Henri Poncarè ist!
    Und was sollen die beiden Zeichnung/Fotos auf Seite 74 mit der ruhenden und bewegten Licht-Uhr bedeuten? Als Zeitmesser zu interpretieren hat man die größten Schwierigkeiten! Nun zu dem Buckeltragflächenprofil (Seite 236 und 237): Einige Seiten zuvor kam zum Ausdruck, dass Einstein durch einen Vortrag die Aerodynamik bereichert hätte. An anderer Stelle ist dann wiederum zu lesen, dass Einstein die Aerodynamik nicht verstehen würde (Selbstreflektion – Fliegen sei ein großes Rätsel der Physik – Seite 236). Und der „Hammer“ war dann, dass gegen jegliche Gesetze der Aerodynamik Einstein ein Tragflächenprofil mit einem Buckel (Katzenbuckelflügel) im Auftrage der Luft-Verkehrs-Gesellschaft (LVG) in Berlin – Johannisthal 1917 konstruiert haben soll, wobei zwei Testflieger dadurch beinahe abgestürzt wären (Seite 237 und 238 jeweils oben). Viele Jahre später (wohl um 1955) hat sich Paul Georg Ehrhardt, einer der beiden Piloten dann bei Einstein für seine „hilfreichen aerodynamische Konstruktion-Kenntnissen“ und Einsteins Elaborat bedankt (Entwurf des Katzenbuckelprofils). Einstein (und der Autor) hat (haben) dabei gar nicht gemerkt, dass Ehrhard Einstein „auf die Schippe“ genommen hat! (Seite 237 Mitte). Dass muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen: Einstein beherrscht nicht einmal das elementare bernoullische Gesetz (p+q= p+v²*ς :2=konstant – statischer und dynamischer Druck sind konstant ), das Gegenstand der ersten Physikvorlesungen an technische/ naturwissenschaftlichen Unis ist und entwickelt die allgemeine und spezielle Relativitätstheorie? Einfach ein Unding! Resümee und Fazit zur Einsteins geistigen Kapazität: Einstein hatte de facto nicht die geringste Ahnung von Physik! Und was der große Philosoph Peter Sloterdijk zu der Denkkapazität von Einstein äußerte, ist der reinste Stuss, weil es den neurophysiologischen und kognitionspsychologischen Erkenntnissen nicht im Mindesten adäquat ist (siehe Seite 211 oben).
    Bei aller Kritik: Das Buch atmet den Zeitgeist von 1914 bis 1918 und reflektiert wesentliche historische Ereignisse des 1. Weltkrieges und dieses Zeitabschnittes.

    Siegfried Marquardt, Königs Wusterhausen

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