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Cover Oftring Wird das wasIch liebe meinen Garten! Zu viel Perfektion ist mir jedoch ein Gräuel. Meine Devise bei der Gartenarbeit lautet: bloß nicht zu viel herausrupfen – wer weiß, welche Schönheit sich hinter den unscheinbaren Blättern verbirgt. Manche nennen es Unkraut, ich sehe darin Potential. Aber wie erkenne ich an ein paar kleinen Blättern, was ich vor mir habe? Da kam mir im Frühling ein neues Gartenbuch gerade recht, das sich als sehr hilfreich erwiesen hat. Es widmet sich den zahlreichen Pflanzen, die sich ohne unser Zutun in den Garten verirrt haben und uns vor die Frage stellen: Wird das was – oder kann das weg? Bärbel Oftring, Diplom-Biologin und Autorin vieler Natur-Sachbücher für Kinder und Erwachsene, kennt die Antworten. ...weiterlesen "Bärbel Oftring: Wird das was – oder kann das weg?"

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Cover Mancuso Liebe Pflanzen
© Kunstmann

In seinem neuen Buch Aus Liebe zu den Pflanzen stellt der italienische Botanik-Professor Stefano Mancuso zwölf Menschen vor, die Pionierarbeit bei der Erforschung von Pflanzen geleistet haben. Er hat Persönlichkeiten aus fünf Jahrhunderten und aus verschiedenen Fachgebieten ausgewählt, fremde und vertraute Namen, Naturwissenschaftler und Experten für Landwirtschaft, botanische Laien wie den genialen Erfinder und Künstler Leonardo da Vinci, den französischen Philosophen Jean-Jaques Rousseau, den Dichter Johann Wolfgang von Goethe oder den Vater der Genetik, Gregor Mendel. Einige Pflanzenliebhaber habe ich mir herausgepickt: ...weiterlesen "Stefano Mancuso: Aus Liebe zu den Pflanzen"

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Cover Brandstetter Reichholf Symbiosen
© Matthes & Seitz

Das Erdbeerfröschchen ist fleißig! Mehrmals täglich klettert es hoch auf einen Baum im tropischen Regenwald. Sein Ziel sind die ganz oben wachsenden Bromelien. Einzeln trägt es seine frisch geschlüpften Kaulquappen zum Wasser, das sich zwischen den trichterförmigen Blättern der Bromelien gesammelt hat. Dann bringt es unbefruchtete Eier als Nahrung für den Nachwuchs hinauf – und das bis zu zehn Wochen lang! Was für ein Aufwand, um den Gefahren am Erdboden zu trotzen! Im Tausch erhält die Bromelie, die vom Regenwasser und den Nährstoffen aus der Luft lebt, die gehaltvollen Ausscheidungen der Kaulquappen – eine perfekte Symbiose, von der beide Seiten profitieren. ...weiterlesen "Johann Brandstetter/Josef H. Reichholf: Symbiosen"

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Cover Jahren Blattgefluester
© Ludwig

Zur Promotionsfeier an der Universität von Berkeley ist niemand aus ihrer Familie angereist. Während die anderen sich feiern lassen, verkrümelt sich die Geo-Biologin Hope Jahren mit ihrem Mitarbeiter und engsten Freund Bill, um eine weitere Nachtschicht im Labor einzulegen. Abgesehen von der Explosion des gesamten Glasbestands erlebt sie eine typische Nacht, denn sie ist ein Lab Girl (so lautet der Originaltitel des Buches), besessen von den Geheimnissen, die sie der Natur im Labor entlocken kann. Für ihre Dissertation untersuchte sie fossile Samen des Westlichen Zürgelbaums, um etwas über das Klima zu ihrer Entstehungszeit herauszufinden. Dabei entdeckte sie, dass die Samen Spuren der Mineralien Opal und Aragonit enthalten – die erste Erkenntnis, bei der sich Jahren wie eine echte Wissenschaftlerin fühlt! ...weiterlesen "Hope Jahren: Blattgeflüster – Lab Girl"

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Im letzten Teil der Vorfreuden für Leseratten stelle ich neue Bücher über die Flora und Fauna vor. Bei diesem Thema ist die Auswahl an interessanten Büchern für mich immer am größten. Wir treffen auf Schmarotzer, Symbionten und erstaunlich viele intelligente Lebensformen.

...weiterlesen "Vorfreuden für Leseratten III Frühjahr 2017"

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Lebenswelt Baum: voller Beziehungskisten

Cover Spohn Baeume
© Haupt

Ein Baum bietet Lebensraum für eine Vielzahl von Organismen. Dort tummeln sich Insekten auf der Suche nach Nahrung und einem Unterschlupf, Vögel, die sich von den Früchten des Baums ernähren, in ihm nisten und ihre Jungen großziehen, Moose und Flechte, die auf ihm wachsen, Pilze, die sein Wurzelwerk umhüllen oder durchdringen. Viele dieser Beziehungen verlaufen zum gegenseitigen Nutzen, andere schädigen den Baum. ...weiterlesen "Margot Spohn/Roland Spohn: Bäume und ihre Bewohner"

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Cover Weber Alge
C.H. Beck

In den Überschwemmungsgebieten des Amazonas in Südamerika stehen die Bäume monatelang unter Wasser. Wenn die Früchte dieser Bäume reif sind, fallen sie ins Wasser, wo sie schon von hungrigen Fischen erwartet werden. Die Fische verdauen die Samen und scheiden sie an anderer Stelle wieder aus. Wenn das Wasser sich zurückzieht, können sie keimen. So etwas nennt man Verdauungsverbreitung. Die klassischen Partner dafür sind Vögel, aber die Natur hat auch andere Wege gefunden.

Dies ist eines der ungewöhnlichen Beispiele für die Beziehungen zwischen Tieren und Pflanzen, die der Schweizer Biologe Ewald Weber in seinem Buch Der Fisch, der lieber eine Alge wäre zusammengetragen hat. ...weiterlesen "Ewald Weber: Der Fisch, der lieber eine Alge wäre"