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Vorfreuden für Leseratten I Herbst 2017

Der Leseherbst ist gerettet, denn meine Suche nach ungewöhnlichen und spannenden neuen Sachbüchern war erfolgreich! In meiner Serie Vorfreuden für Leseratten stelle ich Euch die besten Funde des kommenden Herbstes knapp vor. Ich starte mit Büchern aus der Astronomie, denn ich bin

Im Banne des Universums

Cover Galfard Universum
© C.H. Beck

Christophe Galfard ist Astrophysiker und ehemaliger Doktorand von Stephen Hawking. In seinem Buch Das Universum in deiner Hand reist er mit uns durch das Universum, erklärt Quantenmechanik, Relativität und Multiversen, und das ohne komplizierte Formeln. Dabei überwinden wir die physikalischen Grenzen, fliegen in Schwarze Löcher oder werden auf die Größe eines Atoms geschrumpft. So einen coolen Trip lasse ich mir nicht entgehen!

Cover Anderl Universum
© Hanser

Wie gewinnen Astrophysiker ihre unglaublichen Erkenntnisse? Wie misst man das Gewicht Schwarzer Löcher, den Anteil der geheimnisvollen Dunklen Materie an der Gesamtmasse des Universums oder die Entfernung zu anderen Galaxien? All dies erklärt die Astrophysikerin und Philosophin Sibylle Anderl in ihrem Buch Das Universum und Ich. Sie zeigt uns auch die philosophische Dimension der Astrophysik. Ihre Artikel in der FAZ schätze ich sehr. Daher bin ich natürlich schon gespannt auf ihr erstes Buch! Rezension im Blog

© Eichborn

Musik, Physik und der Kosmos gehören untrennbar zusammen, meint der amerikanische Physiker und Jazzmusiker Stephon Alexander. In seinem Buch The Jazz of Physics zieht er unerwartete Verbindungen zwischen Musik und der Struktur des Universums. Er erklärt uns die Physik und Astronomie mithilfe des Jazz. Ein Buch, das Pythagoras, Johannes Kepler, Isaac Newton und Albert Einstein zusammenbringt mit Musikern wie John Coltrane und Brian Eno, weckt Neugier!

Cover Sobel Glas-Universum
© Berlin

Dava Sobel ist Expertin für Wissenschaftsgeschichte und Autorin des Bestsellers Längengrad. In ihrem neuesten Buch Das Glas-Universum: Wie die Frauen die Sterne entdeckten erzählt sie die Geschichte einiger Pionierinnen der Astronomie, die gegen Ende des 19. Jahrhunderts am Harvard-College-Observatorium als "menschliche Computer" arbeiteten. Außerdem beobachteten und entdeckten sie viele neue Sterne und klassifizierten Planeten. Den meisten dieser Frauen blieb die Anerkennung für ihre bahnbrechenden Entdeckungen versagt. Dava Sobel will dies ändern.

Cover Janjic Lebensraum Universum
© Springer

Der Lebensraum Erde ist inzwischen relativ gut erforscht. Doch was lebt wohl auf entfernten Planeten und in den unbekannten Weiten des Universums? Wie finden und erkennen wir dort fremdes Leben? Wie sieht es aus? Wovon ernährt es sich? Diesen spannenden Fragen geht der Astrophysiker und Ökologe Aleksandar Janjic in seinem Buch Lebensraum Universum nach. Er zeigt uns, mit welchen Problemen die Wissenschaft bei der Suche nach außerirdischem Leben konfrontiert wird und bringt uns auf den aktuellen Forschungsstand der Exoökologie. Eins ist sicher: das Universum hält viele spannende Entdeckungen für uns bereit!

Überblick:
Folge I: Im Banne des Universums - Neuheiten aus der Astronomie
Folge II: Abtauchen in die Vergangenheit - Neuheiten aus der Geschichte
Folge III - Tierische Spezialisten und Netzwerke der Natur - Neuheiten aus der Biologie
Folge IV: Kluge Köpfe

 

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9 thoughts on “Vorfreuden für Leseratten I Herbst 2017

  1. IngridW / Stift und Schrift

    Mein Wunsch ist, dass "Das Glas-Universum" viele Leserinnen und Leser findet. Es ist ja schon typisch, dass, wie Du schreibst, "den meisten dieser Frauen ... die Anerkennung für ihre bahnbrechenden Entdeckungen versagt" blieb.

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    1. Petra Wiemann

      Deinem Wunsch schließe ich mich an, da es viel zu wenig Informationen über Frauen in der Astronomiegeschichte gibt! Relativ bekannt aus dieser damaligen Runde sind nur Henrietta Leavitt für ihre Erkenntnisse über die Cepheiden und Annie Jump Cannon, u.a. durch ihre Arbeit über die Spektrallinien von Sternen. Ich freue mich, dass Dava Sobel die Geschichte dieser Frauen erzählt.

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  2. Gerhard

    Von "Jazz of Physics" hatte ich schon gehört.
    Das Buch von Sibylle Anderl könnte mir auch gefallen. In meinem Bekanntenkreis wird manchmal angezweifelt, was man so alles herausfinden kann. Dabei sind die Methoden, mit denen die Wissenschaft an Geheimnisse heranreicht, schon mal atemberaubend für sich.

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    1. Petra Wiemann

      Atemberaubende Methoden - da stimme ich dir zu. Diese Skepsis gegenüber wissenschaftlichen Erkenntnissen erlebe ich auch oft. Sie kommt von Leuten, die sich leider nicht damit befassen, wie mühsam und gewissenhaft das Wissen erarbeitet wird.

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  3. entdeckeengland

    Schön, dass hier Bücher von zwei Autorinnen dabei sind, beide klingen sehr spannend. Auch die Jazz-Version der Physik klingt interessant. Das wird wohl eine lange Weihnachts-Wunschliste

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