Beziehungsgeflechte zwischen Pilzen, Kiefern und Menschen

Alles dreht sich um den Matsutake, einen der teuersten Speisepilze der Welt. Für die amerikanische Anthropologin Anna Lowenhaupt Tsing ist der Matsutake ein Sinnbild für die Zerstörungen, die der Mensch in den Landschaften der Erde angerichtet hat. Denn dieser Pilz wächst am besten in kontaminierten, nährstoffarmen Regionen. Nach dem Abwurf der Atombombe auf Hiroshima soll der Matsutake das erste gewesen sein, was dort gedieh. In ihrem Buch Der Pilz am Ende…

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Vorfreuden für Leseratten I Frühjahr 2018

Das neue Jahr beschert uns interessante neue Sachbücher: Bücher zum Einsteigen in neue Themengebiete, Bücher zum Vertiefen des bereits Gelesenen, Bücher, die einen neuen Aspekt behandeln und natürlich solche, deren Cover einen magisch anziehen. Eine kleine Auswahl stelle ich euch wieder vor in meiner Serie Vorfreuden für Leseratten. In der ersten Folge geht es um Pflanzen, Holz, Pilze und Menschen – und deren Wurzeln.

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Margot Spohn/Roland Spohn: Bäume und ihre Bewohner

Lebenswelt Baum: voller Beziehungskisten Ein Baum bietet Lebensraum für eine Vielzahl von Organismen. Dort tummeln sich Insekten auf der Suche nach Nahrung und einem Unterschlupf, Vögel, die sich von den Früchten des Baums ernähren, in ihm nisten und ihre Jungen großziehen, Moose und Flechte, die auf ihm wachsen, Pilze, die sein Wurzelwerk umhüllen oder durchdringen. Viele dieser Beziehungen verlaufen zum gegenseitigen Nutzen, andere schädigen den Baum.

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Kinderbuch-Trio für Experimentierfreudige

Das war’s dann! Meine Kurzvorstellung der nominierten Wissensbücher des Jahres in der Kategorie Perspektive nähert sich dem Ende. Sechs wunderbare Bücher für junge Leser habe ich bereits in den letzten beiden Beiträgen vorgestellt: Bücher, die das Fernweh wecken und echt tierische Bücher. Heute geht es um Bücher zum Mitmachen und Ausprobieren. Jedes dieser Bücher ist auf seine Art gelungen! Kinderbuch-Trio für Experimentierfreudige Die kluge Maus Rüssel und ihr Freund Fred,…

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David G. Haskell: Das verborgene Leben des Waldes

Wie lässt sich das komplexe Ökosystem Wald am besten erforschen? Der Biologe David G. Haskell hatte eine grandiose Idee. Er konzentrierte sich ein Jahr lang auf einen Quadratmeter urtümlichen Waldes im US-Bundesstaat Tennessee. Mit dem Fokus auf diese kleine Parzelle sollte es möglich sein, das große Ganze zu verstehen. Haskell nahm sich das tibetische Mandala zum Vorbild, einen Begriff, der für den Lauf des Lebens oder den ganzen Kosmos, aber auch für Erleuchtung steht.  In seinem Buch Das verborgene…

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