Sachbuch-Highlights des Jahres 2018

Bücher, die mich staunen ließen!
Bücher, die die Sinne ansprechen!
Bücher, die ich gleich doppelt verschlungen habe!
Bücher, die mir mehr als nur Wissen vermitteln konnten!
Bücher, die mich zum Schmunzeln oder zum Nachdenken brachten!
Aus allen Sachbüchern, die ich in diesem Jahr gelesen habe, blieben mir diese am meisten im Gedächtnis! Meine Highlights des Jahres möchte ich Euch besonders ans Herz legen!

Lieblingsbücher 2018

Die fantastische Welt der Mikroben: Mikroben sind die ältesten Lebensformen der Erde und machen 70 % der irdischen Biomasse aus. Etwa 39 Billionen Mikroben bevölkern den menschlichen Körper. Ohne sie geht gar nichts, denn jedes Lebewesen lebt in enger Gemeinschaft mit einer Vielzahl dieser Mikroorganismen. Doch neben vielen Nützlingen existieren auch wahre Schmarotzer und Schädlinge, die Krankheiten und Tod bringen. Der preisgekrönte britische Wissenschaftsjournalist Ed Yong führt uns in seinem Buch Winzige Gefährten in die Welt der Mikrobiologie ein. Seine Geschichten über diese Überlebenskünstler sind lehrreich, unterhaltsam und einfach zum Staunen!

Von der Leidenschaft, Vögel zu beobachten: Die Journalistin Johanna Romberg erzählt in ihrem Buch Federnlesen, wie sie ihre Faszination für die Vogelwelt entdeckte und lernte, Vögel an ihren typischen Merkmalen zu erkennen. Geschickt kombiniert sie Anekdoten aus dem Familienleben und Reiseimpressionen mit Erkenntnissen der Vogelforschung und aktuellen Informationen zum Thema Naturschutz. So wird die Vogelwelt von allen Seiten beleuchtet. Das Buch ist eine Verführung zum genaueren Hinschauen und Hinhören. Genau das Richtige für naturverbundene Menschen wie mich!

Die Magie von Malinalco: Zwischen Vulkanen im mexikanischen Hochland liegt der malerische Ort Malinalco, mit seiner uralten Geschichte und Kultur, dem trubeligen Dorfalltag und seinen lärmenden Fiestas. Fast ein Jahr hat der Autor und Sachbuch-Übersetzer Jürgen Neubauer dort gelebt. In seinem Buch In Mexiko – Reise in ein magisches Land fängt er die Atmosphäre Malinalcos in sinnlichen Beschreibungen, komischen Situationen und starken, poetischen Szenen ein. So erfährt man auch viel über das Land Mexiko, seine untergegangenen Kulturen, die Mythen der Vorfahren und die Mentalität seiner Bewohner. Ein wunderbares, oft amüsantes, manchmal nachdenklich stimmendes Buch, das ich gleich nach der Lektüre noch einmal verschlungen habe!

Tierisches Tracking: Vom Meeresplankton über Hummeln und Pythons bis zu Walen – viele Tiere werden mit Sendern versehen, um ihnen bei ihren Wanderungen zu folgen. Durch Tier-Tracking verstehen Forscher das Verhalten und die Lebensweise dieser Arten besser. Der elegant gestaltete Bildband Die Wege der Tiere von James Cheshire und Oliver Uberti veranschaulicht die Wanderungen von über 50 Tierarten in atemberaubenden Landkarten und Grafiken. Auch die Forschungsprojekte und faszinierenden Erkenntnisse von Tierforschern und Artenschützern werden vorgestellt. Eine gelungene Verbindung von Wissenschaft und Ästhetik!

Wanderungen nach Europa: Menschen haben sich schon immer auf Wanderungen begeben, auf der Suche nach einer neuen Heimat und einem besseren Leben – auch unsere Vorfahren, die vor langer Zeit nach Europa gelangten. Die schwedische Journalistin Karin Bojs betrieb Ahnenforschung und folgte der Spur ihrer Gene zurück bis zu den Ursprüngen Europas. In ihrem fesselnden Buch Meine europäische Familie erzählt sie von mehreren Wanderungswellen über die Kontinente und wie Jäger und Sammler zu sesshaften Bauern wurden. Sie suchte nach den Überbleibseln der Neandertaler in unserer DNA. Und sie beschreibt, wie sich die Archäologie durch DNA-Analysen weiterentwickelt hat. Aus der Vermischung des Erbguts und des Wissens verschiedener Kulturen entstand unsere europäische Familie.

Geologie und Wildnis Grönlands: Der Geologe William E. Glassley erzählt in seinem Buch Eine wildere Zeit von seinen Forschungsaufenthalten auf Grönland – einer kargen Wildnis voller eisiger Gletscher, faszinierender Gesteinsschichten und unendlicher Stille! Diese Wildnis löste in dem Wissenschaftler heftige Gefühle über den Wert unberührter Landschaften und die Rolle des Menschen aus. Sie lehrte ihn seine Umgebung intensiv wahrzunehmen. In einer schnörkellosen Sprache, die alle Sinne anspricht, bringt Glassley seine Reflexionen zum Ausdruck. Diese persönlichen Eindrücke fand ich sehr bewegend! Spannend waren auch die fantastischen geologischen Funde, die zu neuen Erkenntnissen über die Plattentektonik führten.

Beziehungsgeflechte: Der Matsutake ist für die Anthropologin Anna Lowenhaupt Tsing ein Sinnbild für die Zerstörungen, die der Mensch in den Landschaften der Erde angerichtet hat. Er ist einer der teuersten Speisepilze der Welt und wächst in den Wäldern Amerikas, Finnlands und Chinas. Er kommt mit widrigsten Bedingungen zurecht und wächst sogar auf verseuchten Böden. Doch in Japan, wo er seit Jahrhunderten als Delikatesse gilt, kann er nicht mehr gedeihen. Anna Lowenhaupt Tsing zeigt in ihrem beeindruckenden Buch Der Pilz am Ende der Welt die Beziehungsgeflechte zwischen diesem Pilz, den Bäumen, mit denen er in Symbiose lebt, und den Menschen, die ihn ernten und mit ihm handeln. Eintauchen in eine komplexe, völlig fremde Sphäre!

 

Wenn Ihr den Links zu meinen Beiträgen folgt, könnt Ihr mehr über diese Bücher erfahren. Sie haben mein Lesejahr ungemein bereichert! Ich wünsche euch schöne, erholsame Feiertage und genug Zeit für besondere Lektüren! Auf ein baldiges Wiederlesen in 2019 :-)

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