Wissensbuch des Jahres 2013 – Die Gewinner

© Bild der Wissenschaft

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Voller Spannung habe ich auf dieses Ergebnis gewartet. Jetzt ist es raus! Aus 58 Büchern wurden von der Zeitschrift bild der wissenschaft die 6 besten Wissensbücher des Jahres 2013 ausgewählt. In meinem Blog habe ich bereits über die Nominierungen berichtet.

Die Jury setzte sich aus 11 Personen zusammen: Journalisten verschiedener Zeitschriften wie der ZEIT, der FAZ, Spektrum der Wissenschaft und natürlich bild der wissenschaft, aber auch ein Wissenschaftler von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt sowie der Fernsehmoderator Dr. Joachim Bublath waren dabei. Wir Leser durften als 12. Stimme mitentscheiden. Und hier kommen die Sieger:

C.H. Beck

© C.H. Beck

In der Kategorie Überblick gewann das Buch Die soziale Eroberung der Erde von Edward O. Wilson, dem Begründer der Soziobiologie. In diesem anspruchsvollen Werk wird die Geschichte der menschlichen Evolution ausführlich dargestellt. Dabei betont Wilson, dass diese Entwicklung sich nicht allein unter dem Aspekt des egoistischen Überlebenskampfes abgespielt hat. Genau so wichtig ist die Fähigkeit des Einzelnen zur Zusammenarbeit in Gruppen. Die Dynamik zwischen diesen beiden Polen hat die menschliche Evolution vorangebracht.

© Frederking & Thaler

© Frederking & Thaler

Auch der Autor Axel Wagner hat die menschliche Evolution im Blick. Sein Buch Das Tier in dir gewann in der Kategorie Überraschung als das Buch, welches ein Thema am originellsten anpackt und war auch mein persönlicher Favorit. Dieses Buch erklärt mithilfe vieler Abbildungen und faszinierender Röntgenaufnahmen die menschliche Evolution vom Einzeller über den Fisch bis hin zum aufrecht gehenden, intelligenten Zweibeiner. Unser tierisches Erbe können wir nicht verleugnen.

DuMont

© DuMont

Das brisanteste Buch in der Kategorie Zündstoff ist das Buch Normal, verfasst vom Psychiater und Verhaltensforscher Professor Allen Frances. Darin beklagt er die verschwimmende Grenze zwischen dem, was in unserer Gesellschaft als gesund oder krank definiert wird und wie Psychiater diese Grenze ständig weiter aufweichen. Auffälliges Verhalten erhält heutzutage sehr schnell das Etikett “Störung” oder “Krankheit” und gilt damit als behandlungsbedürftig. Da stellt sich irgendwann die Frage, wer überhaupt als gesund und normal gelten kann.

Hanser

© Hanser

Die Science Busters Martin Puntigam, Werner Gruber und Heinz Oberhummer haben eine geniale Synthese von Wissenschaft und Spaß gefunden. Nicht nur in ihren Wissenschafts-Shows, sondern auch in diesem witzigen Buch Gedankenlesen durch Schneckenstreicheln gelingt es ihnen, skurriles aus der Welt der Menschen und Tiere unterhaltsam und originell zu präsentieren. Dafür haben sie den 1. Platz in der Kategorie Unterhaltung verdient.

terra magica

© terra magica

Es ist erfreulich, dass es bei diesem Wettbewerb auch die Kategorie Ästhetik gibt. Denn eine optisch ansprechende Präsentation spielt bei der Wissensvermittlung eine große Rolle. Als schönster Bildband gewann das Buch Schlangen, in dem es dem Naturfotograf Mark Laita gelungen ist, Schlangen so wunderbar in Szene zu setzen, dass man die Furcht vor ihnen glatt vergessen könnte.

Optische Täuschungen

© Dorling Kindersley

Nicht zu vergessen der Nachwuchs. Junge Menschen mit Büchern für Sachthemen zu begeistern ist eine Kunst für sich. Dafür gibt es die Kategorie Perspektive. Besonders gut ist es dem Dorling Kindersley Verlag mit seinem Buch Optische Täuschungen gelungen. Tricks mit Farben, lebendigen Linien und scheinbar bewegten Bildern können nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene begeistern. Vor allem erfährt man, wie das alles funktioniert und wie man selbst eine optische Täuschung erzeugen kann.

Die Gesamtliste der nominierten Bücher findet Ihr hier in meinem Blog. Bei der tollen Auswahl ist es der Jury sicher schwer gefallen, die besten herauszufischen. Ich habe ja selbst bei einigen Kategorien geschwankt, für welches ich mich entscheiden soll. Nachdem ich dann aber die Begründungen der Jury im Dezember-Heft der bild der wissenschaft nachgelesen habe, finde ich die Entscheidungen absolut vertretbar. Auf jeden Fall sind wir dadurch auf viele interessante Wissensbücher zum Selbstlesen und Verschenken aufmerksam geworden!

Ein Kommentar

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