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Cover Tjernshaugen Meisen
© Insel

Meisen zählen zu den Vögeln, denen ich im Garten und meiner Umgebung besonders häufig begegne. Ab dem Frühjahr höre ich schon morgens ihren Gesang. Ich sehe ihnen beim Heranschaffen von Nistmaterial zu und warte gespannt, ob es klappt mit dem Brüten. Wenn ja, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis ich bei der Gartenarbeit energisch aufgefordert werde, das Feld zu räumen, damit die Meiseneltern ihre Küken füttern können. Dann lasse ich selbstverständlich alles stehen und liegen! Ich bewundere, wie sie kopfüber in Nachbars Fichte an den Zapfen picken und einander munter durch die Büsche jagen. Eine lebendige, schwatzhafte Truppe, die nicht allzu schüchtern ist. Bisher konnte ich ihr Verhalten nicht immer deuten. Bis ich das Buch Das verborgene Leben der Meisen von Andreas Tjernshaugen entdeckte! ...weiterlesen "Andreas Tjernshaugen: Das verborgene Leben der Meisen"

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Cover Hanson Federn
© Matthes & Seitz

Dank ihrer Federn können Vögel fliegen und die stärkste Hitze und Kälte überstehen. Ihr Gefieder schützt die Haut im Wasser vor dem Nasswerden. Federn besitzen geniale Eigenschaften, die der Mensch zu imitieren versucht. Der amerikanische Biologe Thor Hanson erzählt in seinem Buch Federn von der Naturgeschichte der Feder. Er beleuchtet wichtige Kontroversen der Evolutionsbiologie. Auch die verschwenderische Schönheit von Federn und ihre Bedeutung für die Kultur der Menschen kommen nicht zu kurz.

Vögel geben den Evolutionsbiologen noch immer viele Rätsel auf. Lange Zeit galt der 1861 bei Solnhofen gefundene Archaeopteryx als Urform der modernen Vögel. Er lebte während der Kreidezeit vor etwa 150 Millionen Jahren. Doch Hanson berichtet von einer fantastischen Ausgrabungsstätte, der Yixian-Formation im Nordosten Chinas. Dort werden ständig neue Fossilien von gefiederten Sauriern entdeckt, die teils sogar älter sind als der Urvogel Archaeopteryx. ...weiterlesen "Thor Hanson: Federn – Ein Wunderwerk der Natur"

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Cover Monika Maron Kraehengekraechz
© S. Fischer

Krähengekrächz - ein Wort, das die Mundschleimhaut austrocknet. Krächzende Krähen rufen bei manchen Menschen Abscheu hervor, bei anderen Faszination. Was bringt die Schriftstellerin Monika Maron dazu, sich mit Krähen auseinanderzusetzen? Aus der Beobachtung von Krähen in ihrer Berliner Umgebung entsteht die Idee, sie in ihren nächsten Roman einzubeziehen, denn Maron hat ihren "literarischen Nutzen" erkannt. Sie beginnt über Rabenvögel zu recherchieren. ...weiterlesen "Monika Maron: Krähengekrächz"

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Cover Brunner Ornithomania
© Galiani

Die Faszination für die Vogelwelt treibt seltsame Blüten! Manche Menschen reisen unter Gefahren um die ganze Welt, um möglichst viele Vogelarten zu beobachten, einige wollen mit Vögeln leben und sie zähmen. Manche verschreiben sich der Oologie, der Wissenschaft der Vogeleier und sammeln die exotischsten Exemplare, andere töten Vögel, um sie zu essen oder zu konservieren. Die vielen Facetten der Vogelbesessenheit betrachtet der Kulturwissenschaftler Bernd Brunner in seinem unterhaltsamen, aber etwas oberflächlichen Buch Ornithomania. ...weiterlesen "Bernd Brunner: Ornithomania"

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Cover Macdonald H wie Habicht
© Ullstein

Helen Macdonald  war schon als Kind von Greifvögeln besessen. Während andere Mädchen mit Puppen spielten, lernte sie Falken zu zähmen. Von ihren Eltern hatte sie für ihr ungewöhnliches Hobby die volle Unterstützung. Vor einigen Jahren starb plötzlich ihr geliebter Vater. Nach dessen Tod verfiel sie in tiefe Trauer, "eine Art Wahnsinn" nennt sie ihren Zustand. Greifvögel verfolgten sie bis in ihre Träume, vor allem Habichte, so dass sie eines Tages beschloss, einen Habicht zu zähmen. Dies gilt als besonders schwierig, denn Habichte sind sehr wild und scheu, aber genau diese Herausforderung war es, die Helen damals brauchte.

In ihrem Buch H wie Habicht beschreibt Helen Macdonald das erste Jahr mit ihrem Habicht Mabel, eine Zeit, in der sie sich immer mehr von den Menschen zurückzieht und sich voll auf die Bedürfnisse des Greifvogels einstellt, getrieben von dem Wunsch, so zu sein wie er: ...weiterlesen "Helen Macdonald: H wie Habicht"

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Sich in einen Vogel hineinzuversetzen ist gar nicht so einfach. Dem britischen Verhaltensökologen und Ornithologen Tim Birkhead ist mit seinem großartigen Buch Die Sinne der Vögel eine Annäherung an die Wahrnehmungsfähigkeit der Vögel gelungen.
Cover Birkhead Sinne der Voegel
© Springer Spektrum

Sich in einen Vogel hineinzuversetzen ist gar nicht so einfach. Dem britischen Verhaltensökologen und Ornithologen Tim Birkhead ist mit seinem großartigen Buch Die Sinne der Vögel eine Annäherung an die Wahrnehmungsfähigkeit der Vögel gelungen. Er hat viele Unterschiede, aber auch erstaunlich viele Gemeinsamkeiten zwischen dem Sensorium von Vögeln und Menschen entdeckt, die er leicht verständlich und sehr unterhaltsam präsentiert. Fachwissen ist hier mit Humor und Hingabe vereint. Der Autor berichtet von seinen Exkursionen nach Florida, Neuseeland oder Sambia, zieht eigene und fremde Studien heran und kniet sich in die faszinierende historische Fachliteratur zur Ornithologie. ...weiterlesen "Tim Birkhead: Die Sinne der Vögel"